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Liebestöter

Brügger, Katja

Rezension von Wiebke

Es ist immer wieder aufs Neue spannend, Debütromane von deutschen Autoren zu lesen. Ob in der Krimi- und Thrillerszene, der Frauenliteratur oder auch im Fantasy-bereich. Deutsche Schriftsteller stehen ihren vielgepriesenen Kollegen aus Amerika, England oder auch Skandinavien in nichts nach. So auch die als Synchronsprecherin bekannte Katja Brügge, welche sich erstmalig mit dem Roman „Liebestöter“ auf das Parkett der Thrillerautoren begibt und ein Debüt hinlegt, das bemerkenswert ist.

Die neunundzwanzigjährige Isabell Böttinger ist als Prostituierte in der sogenannten SM-Szene tätig. Seit einiger Zeit betreut sie einen Privatkunden, von dem sie weder den richtigen Namen, noch die Stimme kennt. Als dieser sich bei ihren Treffen immer merkwürdiger verhält, nimmt sich Isabell vor, das geheimnisvolle Arrangement zu beenden. Doch bevor sie überhaupt die Gelegenheit bekommt, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, liegt sie tot auf dem Lederbett in ihrem Atelier, die Arme an das Bettgestell gefesselt, den Körper verbrannt. Die einzige Spur, die die junge Staatsanwältin Claudia Dombrowski in diesem Fall verfolgen kann, ist der Name des Privatkunden, der in dem Kalender der Toten steht. Und ausgerechnet der, gehört zu dem bekannten Ausnahmesportler und Skitalent Oliver Niesch. Zusammen mit dem Generalstaatsanwalt Erwin Münzer, ein Emporkömmling und Ekel wie er im Buche steht, sucht Claudia Oliver Niesch auf und lernt mit ihm einen Menschen kennen, der auf keinen Fall der Täter sein kann. Entgegen ihrer vehement verteidigten, weiblichen Intuition, ermittelt Münzer weiter in diese Richtung und kurz darauf fällt Oliver einem tragischen Unfall zum Opfer. Während sich Münzer diskret aus den weiteren Ermittlungen in diesem Fall zurückzieht, lernt Claudia Olivers Bruder kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den smarten jungen Mann. Und während sie noch mit Schmetterlingen im Bauch einen Täter sucht, der nicht nur die Prostituierte Isabell Böttinger, sondern auch das Skiass Oliver Nitsch ins Jenseits befördert hat, bemerkt sie nicht, wie ihr eigenes Leben aus der Bahn gerät und immer mehr auf einen Abgrund zustürzt.

Katja Brügge hat mit „Liebestöter“ einen Debütroman geschrieben, der, unheimlich spannend und flüssig zu lesen, die Krimiliebhaber im Sturm erobern wird. Mit Claudia Dombrowski präsentiert sie eine Hauptprotagonistin, die sympathisch und lebensecht herüberkommt und von der man in Zukunft gewiss noch mehr lesen möchte. Ob sie nun ihre Speckröllchen im Spiegel betrachtet, ein Gläschen Wein zuviel trinkt, um am nächsten Tag mit einem ausgewachsenen Kater zu erwachen oder sich mit neununddreißig Jahren ungestüm der großen Liebe hingibt. Man sieht die junge Staatsanwältin förmlich vor sich, lebt mit ihr, glaubt sie zu kennen, wie eine beste Freundin. All das hat die Autorin mit ihren Worten geschafft. Aber nicht nur sie, auch alle weiteren Figuren werden mit einer solchen Leidenschaft beschrieben, dass der Leser immer ein Bild vor Augen hat. Kombiniert mit einem interessanten, gut durchdachten Plot und einer Dramatik, die stimmig ausgearbeitet ist, überzeugt sie mit einem Roman, der selbst von seinem Nachfolger schwer zu übertreffen sein wird. Da kann der Leser getrost über ein paar Kleinigkeiten wie einem Kampf im Keller hinwegsehen, der recht aufgesetzt und unrealistisch anmutet oder über den doch etwas zu üppig ausfallenden Alkoholkonsum einer Staatsanwältin, die nach dessen Genuss mehrfach ungeniert Auto fährt. Künstlerische Freiheit eben. Ein Privileg, dessen sich die Autoren nur allzu gerne bedienen, auch wenn es über das alltägliche Maß der Dinge hinausgeht.

Fazit: Ein Buch, das man sich als Liebhaber der deutschen Krimi- und Thrillerszene unbedingt gönnen sollte.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Brügger, Katja

Verlag:

Pendragon

Erschienen:

Mai. 2009

Kritiker:

Wiebke

ISBN:

3-865-32133-X

ISBN(13):

978-3-8653-213-6

EAN:

9783865321336

Typ:

Taschenbuch

 

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