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Die Verschwörung in Havena

Alpers, Hans Joachim

Rezension von goswin
Aus der Reihe "Das Schwarze Auge"

Der vierte Band der Serie "Rhiana, die Amazone" ist, wie bereits der Vorgängerband, im Piper Verlag erschienen. An der Art der Aufmachung des Buches hat sich nichts geändert. Das Cover passt wie immer nicht zum Inhalt. Im gesamten Inhalt findet sich jedenfalls keine Entsprechung dazu. Hier sollte sich der Piper Verlag eventuell ein Beispiel an FanPro nehmen, die inzwischen gelernt haben, das Cover und Titel etwas mit dem Inhalt eines Romans zu tun haben sollten. Zumindest der Titel des Buches ist besser getroffen.
Sehr negativ ist allerdings der Buchrücken zu werten. Der dortige Inhaltsabriss gibt nicht wieder, was im Roman passiert. Auch der Untertitel "Seeschlacht um Havena" geht am Inhalt vorbei. Von den ca. 320 Seiten des Buches handeln nur knappe 30 Seiten von der Schlacht.

Völlig überflüssig aber ist der Satz: "Der erfolgreiche Zyklus >Rhiana die Amazone< führt die Welt des Rollenspiels >Das Schwarze Auge< in ein neues Zeitalter" (Zitat). Was der Verlag mit dieser Äußerung mitteilen will, ist völlig unklar. Zum einem spielt die Rhiana-Serie in der Vergangenheit der DSA-Welt, zweitens weiß man nicht ob der Zyklus erfolgreich ist und ob es drittens an Piper ist, die DSA-Welt weiterzuentwickeln…?

Im Innern des Buches findet man erneut den falschen Inhaltsabriss, sowie eine Kurzbiographie des Autors.
Daran anschließend findet sich ein Vorwort ohne Überschrift oder Unterschrift, dessen Inhalt etwas rätselhaft ist. Der Autor (oder wer auch immer in welcher Rolle diesen Text verfasste) mischt hier irdisches und derisches ohne dass dahinter ein Sinn zu erkennen ist.

Dem eigentlichen Roman vorangestellt, ist wie immer die bekannte (uralte) DSA-Karte. Das Buch wird abgeschlossen durch den üblichen Überblick über Götter, Maße, Münzen und ein romanspezifisches Glossar, sowie Werbung für ein paar Fantasy-Bücher des Piper Verlages.
Es fehlt eine Personenliste, die es im Vorgängerband noch gab. Zwar ist die Zahl der wichtigen Personen gering, aber für eine Serie, deren Bände mit einigem zeitlichen Abstand erscheinen, wäre eine solche Liste der Erinnerung sicherlich zuträglich.

Jedes der 12 Kapitel trägt einen Titel und führt eine Orts- und Datumsbeschreibung. Dies ist insofern unsinnig, da jedes Kapitel in "Havena, Mitte Boron 914BF" (Zitat) spielt.


Zum Inhalt: Noch immer sitzen Prinzessin Rhiana und ihr Volk in Havena fest. Doch nicht nur der bevorstehende Angriff der Thorwaler auf Havena bringt sie in Schwierigkeiten. Denn der Flammenbund, die Erzfeinde Rhianas, schmieden Intrigen…


Der vorliegende Roman senkt das Niveau der Serie erheblich. Nicht, dass er schlecht wäre, aber er ist einfach langweilig und uninteressant. Man muss sich immer wieder zwingen, dieses Buch zu Ende zu lesen, denn es gibt kaum Stellen, die man als spannend bezeichnen könnte.

Der Leser nimmt als allwissender Beobachter an der Handlung teil und begleitet dabei die wichtigen handelnden Charaktere. Somit weiß man stets, was die Gegenseite vorhat. Eine wirkliche Überraschung findet sich also nicht. Zudem sind viele Szenen durch Dialoge sehr ausgewalzt, um auch dem letzten dummen Leser die Handlung klar zu machen. Dabei merkt man zwar, dass der Autor Erfahrung im Schreiben von Romanen hat, doch er hat es hier nicht geschafft, eine lebendige Handlung aufzubauen. Im Gegenteil, oft wirkt die Handlung inszeniert. Manche Szene ist wohl Vorbereitung für einen der folgenden Bände und wirkt in der Handlung deplaziert und ohne Zusammenhang.

Der Spannungsbogen, soweit man hier davon überhaupt sprechen kann, ist schlecht geplant. Die angekündigte Seeschlacht findet wenig eindrucksvoll erst am Ende des Romans statt. Auch das anschließende Ereignis, gleichzeitig das Finale des Buches, hätte man besser ausgestalten müssen, um der Bedeutung der Szene gerecht zu werden.
Überhaupt fällt auf, dass die Handlung kaum Fantasy-Elemente enthält. Einzig die wiederkehrenden Worte "Havena" und "Thorwaler" erinnern daran. Nur das Finale zeigt einen schwachen Hauch von DSA-Relevanz.

Sehr schlecht gelungen ist die Darstellung der Charaktere. Der Autor meinte wohl, sie seinen in der Vorgängerbänden ausreichend beschrieben, jedenfalls verwendet er keine Energie auf dieses Gebiet. Dementsprechend farblos wirken die Personen. Eine kleine Ausnahme macht einer von Rhianas Gegenspielern, dessen Gedanken man relativ oft beiwohnen kann und sich somit ein Bild von ihm machen kann.
Auch die Handlungen der Personen laden zum Kopfschütteln ein. Zu oft fragt man sich, warum die handelnde Person tut, was sie gerade tut, obgleich andere Handlungen nahe liegender und sinnvoller wären. So etwas kann in einem Roman passieren, schließlich sind Autor und Leser verschiedene Menschen mit verschiedenen Standpunkten, aber wenn ein Autor lesbare Bücher produzieren will, sollte er die Handlung auch mal aus dem Blickwinkel eines Lesers überprüfen.

Die Sprache des Buches ist wenig einheitlich. Während sich der Autor anfangs noch Mühe macht, Personen mit sprachlichen Eigenheiten zu versehen, verflacht dieser Ansatz schnell. Die Sprache wird im Laufe der Handlung immer künstlicher. Man hat den Eindruck, dass eine reale Person nicht so reden würde. Es scheint, als haben der Autor keine Zeit für Überarbeitungen gehabt, oder er wollte dem Leser die Handlung durch überdeutliche Dialoge unnötigerweise erklären.
Erklärungen scheinen dem Autor zu liegen, denn man kann kaum überlesen, dass der Autor ein gewisses Fachwissen, die Seefahrt betreffend hat. Und dieses Wissen streut er in einigen Kapiteln sehr stark in die Handlung ein. Das wäre in Ordnung, würde es der Handlung dienen, doch Absätze, die von Fachbegriffen nur so strotzen und keine Relevanz für die Handlung haben, führen eigentlich nur dazu, dass man sich ein gewissen Bild vom Autor macht…


Leicht negativ aufgefallen sind ein paar Rechtschreibfehler und falsch geschriebene Namen. So etwas ist aber verschmerzbar und fällt beim normalen Lesen auch nicht auf. Sehr auffällig ist es aber, wenn 2 Szenen, die mit verschiedenen Personen an verschiedenen Orten spielen, direkt aneinander gesetzt werden, ohne das eine Leerzeile den Szenenwechsel deutlich macht.

Betrachtet man das Buch allein stehend, so kann man es niemandem empfehlen. Die Handlung ist nicht spannend, die Charaktere nicht gelungen, man lernt nichts über Land und Leute. Im Vergleich mit den Vorgängern und auch den Romanen der FanPro-DSA-Serie schneidet das Buch qualitativ schlecht ab.
Allerdings ist das Buch Teil einer Serie, die im November 2005 mit Band 5 (wieder von Daniela Knor, Band 3) fortgesetzt wird. Und die Hoffnung bleibt, dass der nächste Band wieder besser wird und man Band 4 nur ein momentaner Tiefpunkt der Reihe ist.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mies)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos Hans Joachim Alpers:
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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Das Schwarze Auge

Autor:

Alpers, Hans Joachim

Verlag:

Piper, München

Erschienen:

Mar. 2005

Kritiker:

goswin

ISBN:

3-492-29104-X

ISBN(13):

978-3-4922-910-10

EAN:

97834922910410

Typ:

Taschenbuch

 

Hans Joachim Alpers

 

Alpers, Hans Joachim

Hans Joachim Alpers ist als Romanautor, Herausgeber und Mitbegründer des ´Schwarzen Auges´, bekannt geworden. Nach einer Lehrzeit auf einer deutschen Werft und dem Erlangen der Ingenieurswürde, wandte er sich schon bald der Schreiberei zu und blickt heute auf zahlreiche Romane und Erzählungen zurück.
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Das Schwarze Auge

 

Das Schwarze Auge begann als eines der ersten Rollenspiele in Deutschland und gilt bis heute als das bekannteste. Aventurien, der Hintergrundkontinent des Schwarzen Auges, ist eine typische Fantasywelt mit Zwergen, Elfen und Orks, mit Magiern, Kriegern und Geweihten. Was sie so besonders macht, ist die fortlaufende Geschichte [mehr]

 

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